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Spatenstich Neubau Kinderspital Zürich

„Ich habe nie gezweifelt“

30 Jahre hat es gedauert – nun ist der Spatenstich für den Neubau des Kinderspitals erfolgt. Françoise de Vries, Leiterin des Steuerungsausschusses Bau der Eleonorenstiftung, schaut im Interview zurück und beleuchtet die bevorstehenden Bauarbeiten.

Frau de Vries, gab es Momente, an denen Sie zweifelten, ob der Neubau realisiert wird?
Nein, ich habe nie gezweifelt. Aus dem einfachen Grund, weil Zürich ein Kinderspital braucht. Und auch, weil es ein schönes, faszinierendes, kostengünstiges und finanzierbares Projekt ist, das punkto Funktionalität alle Anforderungen an einen modernen und funktionstüchtigen Bau erfüllt, aber auch kindgerecht ist. Patientinnen und Patienten und deren Eltern werden sich hier wohl fühlen.

Was waren die Schlüsselfaktoren dafür, dass das Kinderspital die Baubewilligung erhalten hat?
Der Erfolg der vor 12 Jahren neu aufgegleisten Planung ist sicher mehreren Faktoren zu verdanken. Die Planung wurde von Grund auf als ganzheitlicher und entwicklungsorientierter Prozess neu gedacht und gestartet. Für die Arbeiten wurde ein erfahrenes Team von Fachleuten eingesetzt, welches intern und extern kommunikativ bestens vernetzt und verankert war. Dem Druck nach einem schnelleren Abschluss oder gar Auslassen verschiedener Planungsphasen wurde nicht nachgegeben. Das Resultat war eine sorgfältig durchdachte, präzise, detaillierte, weit fortgeschrittene und bewilligungsfähige Planung. Die Führungsgremien, das Kader und die Mitarbeitenden standen geschlossen hinter dem Projekt und die Behörden haben dieses in kürzester Zeit genehmigt.

Die Baubewilligung erhielt das Kinderspital unter der Bedingung, dass gewisse Auflagen erfüllt werden müssen.
Es gibt nur eine Auflage, die von Bedeutung ist: Wir benötigen nachträglich eine Baubewilligung für die Einhausung der Einfahrt in die Parkgarage. Das wurde aus Gründen des Lärmschutzes mit dem unmittelbaren Nachbarn vereinbart. Alle übrigen Auflagen sind Standardauflagen.

Hat man mit den Bauarbeiten gleich nach dem Spatenstich begonnen?
Da die Baubewilligung bereits rechtskräftig ist, wird der Baubeginn gestaffelt in Etappen vollzogen. Mitte Februar wurden Rodungsarbeiten durchgeführt und im April wurde die „Villa“, die noch auf dem Grundstück stand rückgebaut. Im Mai startet nun der Bau des Verbindungstunnels zwischen dem künftigen Akutspital und dem Forschungsgebäude. Folgen werden demnächst der Abtrag des Humus und die Baugruben. Voraussichtlich im 4. Quartal 2018 werden wir die Bodenplatte betonieren. Die Grundsteinlegung erfolgt 2019.

Wann wird die Musterfassade stehen?
Die Musterfassade kann ab Juni 2018 besichtigt werden. Es werden im Verlauf des Jahres auch Musterräume zur Unterstützung der Planung erstellt.

100 Millionen Franken sollen mit Hilfe von Mäzenen und Sponsoren gedeckt werden. Gibt es bereits verbindliche Zusagen?
Ja, es gibt bereits Zusagen im zweistelligen Bereich. Das Fundraising am Kinderspital leistet hier hervorragende Arbeit und ich bin sehr zuversichtlich, dass dem Kinderspital bereits im Jubiläumsjahr 2018 und auch später namhafte Beiträge für den Neubau zugesprochen werden.